Keine Angst - man muss nur Zuschauen und unserem Moderator folgen - er vermeidet von einem "sensationellen low mobe 5" zu sprechen. Für diejenigen, die sich für Fachbegriffe interessieren seien an dieser Stelle die Grundlagen der Kitesurf-Welt dargestellt

A

Ausgelegte Fläche

Die ausgelegte Fläche ist die Gesamtfläche des Kites im ausgebreiteten Zustand. Kitehersteller geben diese Größe in Quadratmetern (qm) an.


Ausrüstung

Beim Kitesurfen benötigt man den Kite (Drachen), Board, Trapez (Hüftgurt), Safetyleash und gegebenenfalls einen Neoprenanzug. Eine Prallschutzweste und ein Helm werden empfohlen. Standardmäßig hat man auch eine Luftpumpe und eine Kitebag dabei.


Auflandiger Wind

Auflandiger Wind weht vom Wasser oder vom Meer kommend in Richtung Land.


Aufkreuzen

Aufkreuzen beschreibt den „Zick-Zack“-Kurs in Richtung Luv (siehe Höhelaufen).


Aspect Ratio (AR)

Aspect Ratio (AR) ist die Verhältnisangabe Länge zu Höhe des Kites. (Spannweite zur Höhe). Als Faustregel gilt, dass ein Drachen mit kleinerer Aspect Ratio gutmütiger fliegt, als einer mit großer Aspect Ratio, der eine höhere Performance ermöglicht.


Anströmkante

Die Anströmkante des Kites ist die vordere Kante und entspricht, bei Tubekites, der Fronttube des Kites.


Adjuster

Mithilfe des Kite-Adjusters kann der Anstellwinkel des Kites zum Wind verändert werden und damit die Zugkraft des Kites eingestellt werden. Der Adjuster wird dazu benutzt den Kite so zu trimmen, dass die Position der Bar bei sich veränderten Windbedingungen ungefähr die gleiche bleibt.


Airtime

Die Airtime (auch Hangtime) ist die Zeit, die der Kiter beim Sprung in der Luft ist, ohne das Wasser zu berühren. Sie ist sozusagen die Gleitflugdauer beim Springen.


Amwindkurs

Beim Amwindkurs kommt der Wind schräg von hinten. Diesen Kurs wählt man beim Höhelaufen. Durch Einsatz der Finnen und der Rail (Boardkante) wird Höhe laufen ermöglicht. Hierbei fährt man einen Kurs hart am Wind um in Richtung Luv zu gelangen. Man fährt also einen gewissen Winkel gegen die Richtung aus der der Wind bläst.


Anemometer

Ein Anemometer ist ein Messinstrument, um die Windgeschwindigkeit, meist in Knoten (kn), Meter pro Sekunde (m/s) und Beaufort (bft) zu messen.


Anknüpfpunkte

Die Anknüpfpunkte dienen der Befestigung der Leinen. Durch verschiedene Anknüpfpunkte (Knoten) an der Bar und/oder am Kite, wird das Einstellen der Leinenlängenverhältnisse bzw. Feinjustierung der Flugeigenschaften des Kites ermöglicht.


Abströmkante

Die Abströmkante ist die Hinterkante des Kites.


Anstellwinkel

Die Zugkraft des Kites ist bedingt durch die Form des Kite-Profils und den Anstellwinkel zum Wind. Je größer der Anstellwinkel, je größer die angeströmte Fläche des Kites, desto höher ist die Zugkraft.


Anpowern

Beim anpowern, auch powern genannt, zieht der Kiter die Bar in Richtung Körper. Dadurch wird die Zugkraft des Kites verstärkt. Hier werden die Backlines im Verhältnis zu den Frontlines kürzer und der Anstellwinkel wird grösser. Das bedeutet, die hintere Kante des Kites wird weiter in den Wind gestellt, der Wind trift auf eine größere Fläche.


Ablandiger Wind

Ablandiger Wind ist Wind der vom Land kommend auf das Meer oder den See weht

B


Boardbag

Boardbag ist eine große Tasche in der man ein oder mehrere Boards und/oder mehrere Kites packen kann.


Bridles

Bridles, oder auch Waageleinen sind beim Softkite über das ganze Kiteprofil verteilt. Am Bowkite befinden sie sich an der Fronttube. Durch das Zusammenspiel von Bridles und Pullies wird eine hohe Depower erzielt. Die Bridles laufen in den Anknüpfpunkten zusammen, an die die Leinen angeknüpft werden.


Bowkite (Bow-Shape)

Der Bowkite ist ein Tubekite (Bow-Shape) mit Bridles / Waageleinen an der Fronttube und einer konkaven Abströmkante.


Body Drag

Der Kiter lässt sich auf dem Bauch liegend hinter dem Kite über das Wasser ziehen. Dabei sind verschiedene Kurse möglich. Gerade bei Verlust des Boards im tiefen Wasser kann dieses per Body Drag und Kreuzen gegen den Wind leicht wieder erreicht werden.


Boards

siehe Kiteboards


Boardleash

Die Boardleash ist eine Sicherungsleine, mit der das Board am Kitesurfer befestigt ist, um das Verlieren und Wegschwimmen des Boards zu verhindern.


Blind

Positionswechsel durch eine 180° Boarddrehung über die Luvseite um die vertikale Boardachse in die Blind Position. Dabei fährt man mit dem Rücken voraus.


Bladder

Die Bladder ist ein luftgefüllter Gummischlauch im Kite, der diesem seine Stabilität gibt. Sie befinden sich in der Fronttube und in den Struts (Streben). Sie können ähnlich wie beim Fahrradreifen durch ein Ventil mit einer Luftpumpe aufgeblasen werden. Bei Beschädigungen können sie ausgetauscht werden. Die Bladder kommen nur bei den Tubekites (inflatable Kites) vor.


Big Air Sprung

Big Airs sind extrem hohe und lange Sprünge beim Kitesurfen.


Bi-Directional Board (BiDI)

siehe Twintip Boards


Beaufort Skala

Die Beaufort Skala ist eine Skalierung um die Windstärke anhand optischer Eindrücke der Umgebung zu bestimmen, z.B. die Beschaffenheit der Wasseroberfläche. Die Beaufort Skala ist 12 stufig und reicht von 0=Windstill bis 12=Orkan Stärke.


Bar

Die Bar ist die Steuerung oder auch die Lenkstange beim Kitesurfen. Sie wird auch Controlbar genannt. Durch ziehen der Bar zum Körper wird die Zugkraft des Kites erhöht (Powern) und durch wegdrücken vom Körper verringert (Depowern). Durch das ziehen der Bar auf der linken bzw. rechten Seite kann der Kite nach links oder rechts gesteuert werden.


Backstall

Bei einem Backstall kippt der Kite über seine Hinterkante (Abströmkante), die Luftströmung reißt kurzfristig ab und der Kite fällt vor den Kiter ins Wasser. Durch depowern des Kites kann man dem Backstall entgegenwirken.


Backlines

Die Backlines sind die Steuerleinen des Kites. Sie laufen von den äußeren Punkten der Bar bis zu den seitlichen Enden der Abströmkante des Kites rechts und links. Beim aufbauen und anknüpfen der Leinen von der Bar zum Kite, muss darauf geachtet werden, die Leinen nicht zu überkreuzen.

C


Controlbar

Siehe Bar


Clamcleat Adjuster

Ein Adjuster, der aus einer Leine und einer Klemme besteht. Zieht man die Leine bis zum Anschlag durch ist der Kite gedepowert, da die Frontlines verkürzt und die Backlines dadurch verlängert werden. Der Anstellwinkel des Kites verändert sich, so dass er nicht mehr so stark im Wind steht.


Chickendick

siehe Chickenstick


Chickenstick

Der Chickenstick oder auch Chickendick ist ein Teil der Bar und als schlauchartiger Stift am Chickenloop erkennbar. Der Chickenstick wird dazu benutzt, ein versehentliches Aushaken des Loops zu verhindern und wird zwischen Loop und Haken gesteckt. Der Chickenstick ist meist etwas flexibel um ein leichteres einstecken zu ermöglichen. Manchmal wird der Chickenstick statt an der Bar am Trapez befestigt. Die Funktionalität ändert sich dadurch jedoch nicht.


Chicken Loop

Schlaufe die am Trapez vorne in den Trapezhaken eingehängt wird und den Kite mit dem Kitesurfer verbindet. So wird die Kraft auf den Hüftgurt und somit auf den Körper des Kiters übertragen. Er ist am Ende der Depowerline jeder Bar angebracht.


Carven

Kurven fahren mit starker Kantenbelastung. Hierbei spritzt das Wasser sehr stark.


C-Kite (C-Shape)

Der C-Kite ist ein Tubekite (C-Shape) ohne Bridles (Waageleinen) mit meist konvexer Abströmkante. Der C-Kite ist sehr direkt und agil. Durch gleichmäßigere Kraftentwicklung des Kites ist er sportlicher als ein Bowkite. Durch eine fünfte Leine kann der Relaunch auch für Anfänger einfach durchführbar werden. C-Kites werden oft von Fortgeschrittenen Kitern geflogen. Aktuell sind die meisten C-Kites 5-Leiner mit ausreichender Depower. Die Windrange ist etwas kleiner als beim Bowkite.


D


Depowern

Beim Depowern wird die Zugkraft des Kites verringert indem der Kitesurfer die Bar vom Körper wegschiebt.


Downwinder

Downwind(-er) bedeutet mit dem Wind zu fahren oder auch dem Wind abgewandt bzw. die Richtung in die der Wind weht. Downwind engl. für Lee.


Downwind

Engl. Downwind (Lee) wird die Richtung bezeichnet, aus der von einem Punkt gesehen der Wind hinweht. Es ist die dem Wind abgewandte Richtung.


Double-Depower

Double-Depower ist ein System, das den Weg der Trimmleine verlängert und eine verstärkte Depower mit sich bringt. Die Backlines werden deutlich länger, der Kite verliert seine Zugkraft.


Directional Board

Ein Directional Board ist von der Form her wie ein klassisches Surfbrett aufgebaut, mit Bug (Nose) und Heck (Tail). Directional Boards werden immer häufiger beim Waveriding genutzt. Hier gibt es Surfboards mit und ohne Schlaufen. Sie sind meist größer als Bi-Directional Boards. Allerdings kann man hier nicht so einfach in beide Richtungen fahren, sondern muss das Brett wenden.


Depower-Tampen

Der Depower-Tampen verbindet den Chickenloop mit den Frontlines bzw. dem Adjuster.

E


Edge

Engl. für Kante. Damit ist das Fahren auf der Boardkante gemeint.


F


Fünfte Leine

Die fünfte Leine geht meist durch die Mitte der Bar, wird dort mit der Safetyleash verbunden und führt zur Mitte der Fronttube. Es gibt verschiede Varianten, oft endet die fünfte Leine in der Safety Leash. Der Hauptvorteil der fünften Leine ist die erhöhte Sicherheit beim Kiten, da beim Auslösen des Quick-Release der Kite durch die fünfte Leine vollständig auswehen kann und keine Zugkraft mehr entwickelt. Die fünfte Leine gibt manchen Kites zusätzliche Stabilität und hält den Kite in Depower-Stellung in Form. Durch die fünfte Leine wird auch der Relaunch aus dem Wasser heraus erleichtert.


Fronttube

Die Fronttube (Leading edge) ist die vordere Anströmkante des Kites. Die mit Luft gefüllte Fronttube verleiht dem Tubekite sein jeweiliges Profil. Die Fronttube wird über ein Ventil mit Luft gefüllt und hält so die stabile Profilform des Kites.


Frontstall

Der Frontstall ist ein überfliegen des Kiters durch den Kite. Hierbei reißt die Luftströmung ab, der Kite fliegt aus dem Windfenster und stürzt ab. Durch Anpowern sowie durch steuern des Kites tiefer in Richtung Powerzone kann man einem Frontstall entgegenwirken.


Frontlines

siehe Depowerlines


Freestyle

Wettkampfdisziplin bei der die Kiter spektakuläre Manöver und hohe Sprünge mit Rotationen und Handle Passes zeigen. Meistens treten hier zwei Kiter gleichzeitig gegeneinander an.


Footstraps

Fussschlaufen am Board


Footpads

siehe auch Pads


Floater

Auftriebskörper rechts und links der Bar, die dadurch auf dem Wasser schwimmt und sich die Leinen nicht so einfach um die Bar wickeln.


Finnen

Die Finnen sind an der Unterseite des Boards befestigt und sehen einfach beschrieben aus wie eine umgedrehte Haiflosse. Sie geben dem Board Führung und Stabilität. Sie wirken dem abdriften nach Lee entgegen. Durch den Einsatz der Finnen und der Rail (Boardkante) wird Höhe laufen ermöglicht.


G


Gusty Wind

Gusty Wind = böiger Wind. Wind der seine stärke ständig wechselt und nicht konstant weht.


H


Höhe laufen

Siehe Amwindkurs


Höhe halten

siehe Halbwindkurs


Hybridkite

Der Hybridkite ist ein Tubekite der zwischen C-Kite und Bowkite einzuordnen ist. Der Kite hat keine Umlenkung (1:1). Man versucht die Vorteile der beiden Kites (C-Kite: direkte Steuerung; Bowkite: höhere Depower, leichter Wasserstart) zu vereinen.


Hochleister

Als Hochleister wird ein Kite mit einem hohen Aspect Ratio (AR) bezeichnet. Er hat eine sehr gestreckte Form und erzielt dadurch höhere Leistung und hohe Fluggeschwindigkeiten.


Highend

Als Highend wird der obere Bereich der Windrange bezeichnet. Es bezeichnet auch die Starkwindeigenschaften eines Kites.


Helm

Der Helm sollte zur Sicherheit getragen werden, um Kopfverletzungen vorzubeugen. Anfänger sollten grundsätzlich einen Helm tragen. Fortgeschrittenen Kitern wird das Tragen eines Helms grundsätzlich angeraten, sollte aber beim kiten in flachem Wasser, steinigen Revieren und beim üben von Sprungmanövern unbedingt eingehalten werden. Beim kiten mit Boardleash, wovon dringend abzuraten ist, sollte unbedingt ein Helm getragen werden!


Harness

siehe Trapez


Hangtime

siehe Airtime


Handle

Ein Richtungswechsel, bei dem der Bug mit dem Wind dreht.

Bei einem Twintip Board muss kein Fußwechsel erfolgen. Bei einem Directional Board muss das Board gewendet werden und ein Fußwechsel vorgenommen werden.


Halse

Ein Richtungswechsel, bei dem der Bug mit dem Wind dreht.

Bei einem Twintip Board muss kein Fußwechsel erfolgen. Bei einem Directional Board muss das Board gewendet werden und ein Fußwechsel vorgenommen werden.


Halbwindkurs

Der Halbwindkurs ist der Fahrt-Kurs im 90° Winkel zur bestehenden Windrichtung. Fährt man den Halbwindkurs, so wird dies auch als Höhe halten bezeichnet, da man weder in Richtung Lee noch in Richtung Luv fährt.

I


Invertieren

Der Kite dreht sich auf links oder krempelt sich um, sodass die Tubes außen liegen.


Inserts

Inserts sind die Gewindeeinsätze im Surfboard. Die Inserts dienen dazu Pads und Schlaufen festzuschrauben.


Inflatable Kite

Ein inflatable Kite ist ein aufblasbarer Kite, siehe auch Tubekite .


J


Jump

(Engl. für Sprung) Sprung beim Kiten


Jibe

Engl. für Halse


K


Kitespot

Kitespots, Kitereviere, Surfspots oder einfach nur Spots werden die wassernahen Gebiete, Strände oder Ufer bezeichnet an denen man Kitesurfen kann.


Kitesurf Ausrüstung

Als Kitesurf Ausrüstung bezeichnet man das gesamte Material (die Gegenstände) die man für das Kitesurfen benötigt.


Kiteboards

Ein Kiteboard ist das Brett mit dem ein Kitesurfer über das Wasser gleitet.


Kook Proof

Kook proof bedeutet, dass die Anknüfpunkte eindeutig den Back- und Frontlines zu zuordnen sind, damit man sie nicht falsch anknüpft. So sind die Backlines am Ende z.B. mit einer Schlaufe versehen und als Gegenstück ist am Kite ein Lerchenkopf. Bei den Frontlines ist es genau umgekehrt.


Knoten

Beim Kitesurfen dient die Knotenangabe zur Bestimmung und Angabe der Windgeschwindigkeit und Windstärke. Kurz Kn. vom engl. Knots abgeleitet. 1Knoten = 1,85 km/h.


Kitesurflehrer-Lizenz

Der Inhaber einer Kitesurfinglehrer-Lizenz kann an einer anerkannten Wassersportschule als Lehrer tätig sein. Er übernimmt die Ausbildung zur Kitesurfing-Basic-Lizenz und prüft nach Auftrag der Schulleitung.


Kiteloop

Wenn der Kiter mit dem Drachen einen Looping (Rittberger) fliegt und dabei in der Luft ist. Kiteloops sind oft mit weiten und hohen Sprüngen verbunden.


Kitegrößen

Kitegrößen werden von den Herstellern in Quadratmetern angegeben und reichen von kleinen Trainerkites, 1-2 m², bis zu ca. 20 m². Je nach Windstärke, Kite und Kiter wird die passende Größe des Kites ausgewählt, um nicht überpowert und nicht unterpowert zu fahren.


Kiteboarding

Engl. für Kitesurfen. Ist aber gleichzeitig auch der Oberbegriff für Kitesurfen , Landkiten/Landboarden und Snowkiten .


Kite

Der Kite (Lenkdrachen) ist der "Motor" beim Kitesurfen und gehört zur Grundausstattung. Es gibt verschiedene Arten und Größen von Kites.


L


Luv

Luv bezeichnet die dem Wind zugewandte Seite, also die Richtung aus der der Wind von einem Punkt gesehen kommt.


Lowend

Lowend ist der untere Bereich der Windrange. Lowend bezeichnet auch die Leichtwindeigenschaften eines Kites.


Loaded-abspringen

Ein Sprung, der auf die durch ankanten des Boards entstandene Spannung in den Leinen durchgeführt wird.


Loaded

Durch extremes ankanten des Boards entsteht eine sehr starke Spannung in den Leinen des Kites. Diese Momentsituation wird "loaded" genannt, bei der hohe und weite Sprünge erzielt werden können.


Lift

Lift ist der Vorgang vom Absprung bis zum höchsten Punkt eines Sprungs beim Kitesurfen.


Lee

Lee bezeichnet die vom Wind abgewandte Seite.


Leash

Es gibt drei Arten von Leashes (Sicherungsleinen): siehe Safetyleash , Boardleash und Pumpleash


Leading Edge

Die Leading edge (Fronttube) ist die vordere Anströmkante des Kites. Die mit Luft gefüllte Fronttube verleiht dem Tubekite sein jeweiliges Profil. Die Fronttube wird über ein Ventil mit Luft gefüllt und erhält so eine stabile Profilform des Kites.

LEI-Kite

Leading edge inflatable Kite


Launching

Starten des Kites mit fremder Hilfe. Meistens vom Strand, Land oder stehtiefen Wasser, zusammen mit einem Helfer.

M


Mutant Board

Mutant Boards sind Mischungen aus Twintip Boards und Directional Boards. Sie haben die gleiche Finnenanordnung wie Twintip Boards, jedoch haben sie auf einer Seite eine extra Finne. Sie lassen sich in beide Richtunge fahren ohne das man das Board wenden muss.


Move

Engl. für Manöver oder Ausführung.


Matte oder Mattenkite

siehe Softkite


N


Nose

Die Nose eines Boards ist die in Fahrtrichtung nach vorne zeigende Tip oder Voderkante eines Twintip Boards.


Newschool

So werden Tricks wie Frontmobe, Moebius oder Slimchance genannt. Sie stehen für Power, Schnelligkeit und viele Drehungen.


New School Kite

Ein so genannter New School Kite ist ein Kite, der sich für neue Sprungmanöver und Tricks wie z.B. Wakestyle und Kiteloops eignet.


Neutrale Zone

Die Neutrale Zone ist der Bereich in dem der Kite seine geringste Zugkraft entwickelt. Die Neutrale Zone befindet sich entlang des Windfensterrandes und ist der Bereich in dem der Kite seine geringste Zugkraft entwickelt.


Neutrale Position

Die Neutrale Position ist die Höcgste Position im Windfenster. Der Kite hat hier fast keine Zugkraft mehr.


O


Open C Kite

Ein Open-C Kite ist ein Tube-Kite, der die Vorteile von C und Bow-Kites verbinden soll. Im Vergleich zum klassischen C-kite ist das Kiteprofil jedoch wesentlich flacher bzw. offener (daher open-c).


Onshore

siehe Auflandiger Wind


One-Pump Systeme

Beim Kite erlaubt es ein One-Pump-System alle Tubes gleichzeitig über ein zentrales Ventil an der Fronttube mit Luft zu befüllen. Je nach Hersteller können diese anders aufgebaut sein.


Oldschool

So werden Tricks wie One Foot, Dead Man, Rotations oder Board offs bezeichnet. Sie wurden in den Anfängen des Kitesurfens entwickelt. Sie sind weniger technisch dafür jedoch besser vom Publikum zu sehen.


Offshore

siehe Ablandiger Wind


Off the wind

siehe Vorwindkurs


P


Pumpleash

Eine Leine zur Sicherung des Kites an der Kitepumpe, die beim Aufpumpen des Kites direkt mit ihm verbunden wird. Viele Kites haben eine Schlaufe im Ventilbereich der Fronttube, in die die Pumpe eingehängt werden kann. Mit dieser Sicherung kann mit beiden Händen gepumpt werden ohne dass der Kite weg fliegt.


Pulley

Die Rollen, die zur Umlenkung in den Bridles dienen, werden Pully genannt.


Pull- Pull Adjuster

Ein Adjustersystem, das durch ziehen an zwei verschiedenen Schlaufen über der Bar kürzer, oder länger wird. So kann hier der Anstellwinkel des Kites eingestellt werden.


PSI

Pound per square Inch („Pfund pro Quadratzoll“). PSI ist die in den USA gebräuchliche Luftdruckmaßeinheit der gängigsten Kitepumpen (1 Bar = 14,5 PSI ). Auf manchen Kites finden sich Druckempfehlung der Hersteller für die Struts und Fronttube.


Projizierte Fläche

Die projizierte Fläche beschreibt die Fläche, die der Kite wirksam im Wind hat. Diese ist kleiner als die Ausgelegte Fläche des Kites. Sie ist neben Oberfläche und Form des Kite-Profils ausschlaggebend für den Auftrieb (Zugkraft) des Kites.

Profil

Als Profil wird die Form des Kites bezeichnet. Die Performance und Leistungsfähigkeit des Kites ist abhängig von seinem Profil, Geometrie und dessen Profil-Eigenschaften.

Prallschutzweste

Die Prallschutzweste ist eine spezielle Schutzweste zum überziehen, die bei Einschlägen ins Wasser den Brustkorb schützen soll. Sie bietet zusätzlichen Auftrieb und Schutz vor Kälte.

Powerzone

Die Powerzone ist der Bereich des Windfensters, in dem der Kite am meisten Zugkraft entwickelt. Sie befindet sich direkt vor dem Kiter.


Powern

Beim Powern wird die Zugkraft des Kites erhöht indem der Kitesurfer die Bar zum Körper hinzieht.


Powerdrive

Beim Powerdrive steuert der Kiter beim Wasserstart den Kite aus dem Zenit in Richtung Powerzone um schnell eine hohe Zugkraft zu entwickeln.


Power-Kite

Oder auch Traction Kite ist der Überbegriff für alle Arten von Kites, die für die Fortbewegung auf Land, Schnee oder Wasser verwendet werden. Dazu gehören unter anderem Softkites und Tubekites.


Pads

Auch Fußpads genannt (engl. Footpads) sind aus weichem Material, z.B. Moosgummi und oft noch mit speziellen Dämpfungsmechanismen wie Gel oder Luftkammern ausgestattet. Die Footpads dienen zur Dämpfung und für einen besseren Halt auf dem Board.


Q


Quick-Release

Das Quick-Release ist ein sehr wichtiger Teil des Safety Systems beim Kiten und befindet sich direkt an der Bar.


Quertubes

Die Quertubes (engl. Struts) sind die Querschläuche des Tubekites, die mit Luft gefüllt werden. Sie sind mit der Fronttube verbunden und dienen der Stabilisierung des Kiteprofils. Sie bestehen aus einer Dacronhülle und der Bladder.


R


Revierverbote

Revierverbote gelten in Naturschutzgebieten und auch auf ehemaligen Surfspots. Hier darf nicht gekited werden. Missachtung wird mit Strafen geahndet. Erkundigt euch bitte vorher, ob der Surfspot freigegeben ist. Durch viele Unfälle in der Vergangenheit, Kiten in der Nähe von Strand und Badezonen, Missachtungen der festgelegten Surfzonen und Kiten in Naturschutzzonen, werden des öfteren Surfspots für Kiter gesperrt. Aus diesem Grund sind die Regeln an Spots genau zu beachten, da sonst zunehmend Spots geschlossen werden.


Relaunch

Start des Kites aus dem Wasser. Dies ist eine Technik zum Neustart des Kites ohne fremde Hilfe, aus dem Wasser heraus.


Raumwindkurs

Der Raumwindkurs ist der Kursbereich zwischen Halbwindkurs und Vorwindkurs. Der Kiter fährt schräg in Richtung Lee (wo der Wind hin weht). Hierbei weht der Wind von schräg hinten auf den Kiter. Bei diesem Kurs verliert der Kiter stark an Höhe. (siehe auch Downwind).


Rail

Kante des (Surf-)Boards


S


Strutless Kite

Ein Strutless-Kite ist ein


Tubekite

, der vollkommen ohne Quertubes (Struts) auskommt.


Switch

Positionswechsel durch eine 180° Boarddrehung über die Lee-Seite, um die vertikale Boardachse in die Switch-Stance-Position zu bringen.


Suicide Safety

Hierbei wird die Safety-Leash in den Depowertumpen gehängt. Das hat zur Folge, dass der Kite beim Auslösen nicht ausweht sondern nur vollständig gedepowert wird. Eine andere Methode ist das einhacken der Sfetyleash in den Chickenloop. Dadurch wird der Kite beim loslassen der Bar nicht drucklos. Der Kiter kann den Kite an der Saftyleash zu sich ziehen und weiter kiten ohne die Leinen neu sortieren zu müssen. Diese Methode wird meist von Profikitern beim unhooked fahren genutzt.


Struts

siehe Quertubes


Straps

siehe Footstraps


Stopper

Der Stopper ist Teil der Bar und befindet sich auf dem Depower-Tampen zwischen Bar und Adjuster. Der Stopper dient als Anschlagspunkt für die Bar, um ein wiedergreifen der Bar nach Loslassen zu ermöglichen. Der Stopper kann individuell verschoben werden und je nach Präferenz und Armlänge vom jeweiligen Kitesurfer eingestellt werden.

Nicht jede bar verfügt über einen Stopper.


Steuerleinen

siehe Backlines


Softzone

Die Softzone ist der Bereich zwischen Powerzone und Windfensterrand. Hier ist die Zugkraft des Kites im unteren bis mittleren Bereich.


Softkite

Softkites, sind Kites ohne luftgefüllte Tubes, die Ähnlichkeiten mit einem Gleitschirm aufweisen. Softkites können bei allen Kitedisziplinen eingesetzt werden. Siehe auch Open-Cell (Schnee, Land), Closed-Cell (Wasser, Land, Schnee). Die eingenähten Luftkammern im Profil füllen sich bei Wind mit Luft. Seine Form erhält der Schirm durch Staudruck in den einzelnen Luftkammern.


Sinus-Kurven

Die Flugbahn des Kites ist hierbei ähnlich einer Sinuskurve. Diese wellenähnliche Bewegung des Kites wird oft genutzt um die Zugkraft zu erhöhen oder bei zu wenig Wind weiterfahren zu können. Hierzu wird der Kite ständig nach oben und unten bewegt.


Side-shore

Parallel im 90° Winkel zum Strand wehender Wind. Eine sichere Windrichtung, da die Gefahr abgetrieben zu werden sehr gering ist. Dieie Gefahr beim Starten oder Landen auf Land gezogen zu werden ist hierbei jedoch hoch.


Side-onshore

Schräg auflandiger Wind ist bestens geeignet zum Kiten. Der Kiter und das Surfmaterial können nicht abtreiben.


Side-offshore

Bei schräg ablandigem Wind kann der Kiter und sein Material abtreiben. Man sollte hierbei aufpassen, dass sich der Wind nicht zu einem ablandigen Wind entwickelt. Diese Windrichtung ist eher ungeeignet und sollte von Anfängern gemieden werden.


Shape

Form und Geometrie eines Boards oder Kites. Bei Kites z.B. Bow-shape, Delta-shape, C-shape. Bei Boards z.B. Twintip, Wave, Surf.


Self-Launch(ing)

Dies ist eine Technik, bei der man den Kite ohne fremde Hilfe vom Land oder Strand startet. Sie wird auch als Selbststart bezeichnet.


Selbststart

siehe Self-Launching


Safetyleash

Die Safetyleash ist eine Sicherungsleine, mit der der Kite zusätzlich als letzte Sicherungsbefestigung am Trapez des Kitesurfers befestigt wird. Wird im Notfall die Quick-Release Sicherheitsvorrichtung an der Bar ausgelöst, ist dies die einzig noch bestehende Verbindung des Kites mit dem Kiter. Nach auslösen des Quick-Release in einer Notsituation, ist der Kite normalerweise völlig drucklos und wird durch die Safetyleash am wegfliegen gehindert. Bei weiterer Gefahr (Verdrehung der Leinen, weiterhin starker Zug des Kites) kann auch diese vollständig vom Trapez gelöst werden.

T


Tubekite

Der Tubekite ist der am häufigsten benutzte Kite beim Kitesurfen. Er besteht aus einer Fronttube und meistens auch aus mehreren Quertubes.


Twintip Board

Ein Surfboard wird als Twintip Board oder auch Bi-Directional (BiDi) Board bezeichnet, wenn es symmetrisch aufgebaut ist und sich in beide Richtungen gleich fahren lässt. Es lässt sich mit einem Wakeboard oder Snowboard vergleichen, bei dem ein Richtungswechsel ohne Fußwechsel und drehen des Boards möglich ist. Faktoren für die richtige Boardwahl sind Körpergröße, Körpergewicht, Windstärke sowie der jeweilige Einsatzbereich. Anfänger fahren meistens größere Boards um mehr Auftrieb zu bekommen, Fortgeschrittene und Experten fahren kleinere Bretter: Twintips sind in der Regel zwischen 120cm und 160cm lang und zwischen 30cm und 50cm breit.


Trapez

(engl. Harness) Auch Trapezgurt oder Hüftgurt genannt. Es gibt Hüft-. Sitz- und Hybridtrapeze. Am Trapezhaken, der vorne am Trapez angebracht wird, wird der Kite durch den Chickenloop mit dem Kitesurfer verbunden.


Transition Jump

Sprünge beim Kitesurfen, die einen Richtungswechsel im Sprung beinhalten.


Transition

Richtungswechsel


Trainer Kite

Ein kleiner Lenkdrachen (Kite) mit geringer Größe wird als Lernkite zum üben auf dem Land verwendet.


Trailing Edge

siehe Abströmkante


Traction Kite

siehe Softkites


Tip

Sowohl die beiden seitlichen Flügelenden des Kites, als auch die beiden Boardenden des Twintip Baords (Bi-directional Board) werden als Tip bezeichnet.


Tail

Als Tail wird das beim Fahren nach hinten zeigende Ende des Boards bezeichnet (Heck). Sowohl beim Twintip Board, als auch das Heck eines Directional-Boards.


U


Upwind

siehe Luv


Überpowern

Wenn die Zugkraft des Kites zu stark ist und der Kite in neutraler Zenit-Position, den Kiter anhebt und mitzieht, sagt man, dass der Kite überpowert ist. Im Fall des überpowerten Kites, sollte man durch den Adjuster depowern und den Kite am Windfensterrand halten, wo die Zugkraft am geringsten ist. Wenn der Kite bei starkem Wind überpowert ist, kann es zu gefährlichen Situationen kommen und man sollte auf einen kleineren Kite umsteigen. Sollte man den Kite wegen zu starkem Wind nicht gefahrenlos landen können, ist das auslösen der Safety eine Alternative.


Unterpower

Ein Kite ist unterpowert, wenn er eine zu geringe Zugkraft entwickelt um den Kiter über Wasser zu halten. Unterpower tritt auf, wenn zu wenig Wind vorhanden ist oder ein zu kleiner Kite bei zu geringem Wind verwendet wird. Entweder man nimmt einen größeren Kite oder ein größeres Board um über Wasser zu bleiben oder fliegt zusätzlich Sinuskurven um die Zugkraft und Fluggeschwindigkeiten des Kites zu erhöhen.


Unhooked

Von unhooked (ausgehakt) spricht man, wenn der Kiter mit dem Chickenloop nicht im Trapez (Hüftgurt) eingehakt ist. Fährt der Kiter unhooked oder führt ein Fahrer unhooked Tricks und Sprünge aus, hält er den Kite allein mit der Kraft seiner Arme (ähnlich wie beim wakeboarden).


Umlenkung

Die Steuerung eines Kites erfolgt je nach Bauart und Modell mit oder ohne Umlenkung (2:1 bzw. 1:1). C-Kites sind immer 1:1 ohne Umlenkung, die ersten Bow-Kites waren mit Umlenkung. Eine Steuerung ohne Umlenkung ist direkter und der Kite wird sportlicher / agiler. Freestylelastige Bowkites sind wahlweise 2:1 oder 1:1 anknüpfbar.

Ab dem Modelljahr 2009 gibt es praktisch keine Kites mehr mit Umlenkung. Moderne Hybrid- und Bowkites bieten in der Zwischenzeit die gleiche Depower wie die alten Bows mit Umlenkung, sind dabei jedoch viel direkter und haben deutlich reduzierte Haltekräfte.


V


Vorwindkurs

Der Vorwindkurs ist die Fahrt genau in Windrichtung bzw. in Richtung Lee, hinter dem Kite her. Hierbei weht der Wind direkt von Hinten.

Vorfahrtsregeln

Beim Kitesurfen gibt es Vorfahrtsregeln, ähnlich wie beim Windsurfen die zu beachten sind. Internationale sowie nationale Verkehrsvorschriften regeln den Schifffahrtsverkehr auf den Wasserstraßen.


W


Windfensterrand

Dies ist der Randbereich des Windfensters. Im Bild grün eingefärbt.


Windstärke

Die Windstärke oder auch Windgeschwindigkeit ist der Weg, den die Luft pro Zeiteinheit im Raum zurücklegt. Beim Kitesurfen wird die Windstärke mist in Knoten (kn) oder Beaufort (bft) angegeben.


Windrichtungen

Die jeweilige Windrichtung – im Bezug zur Küste

Zum Kitesurfen optimal ist Side-shore bis Side-onshore. On-shore ist ebenso geeignet, jedoch sollte hierbei ein großer Sicherheitsabstand zum Ufer eingehalten werden.


Windrange

Die Windrange ist die Angabe für welche Windstärken der jeweilige Kite geeignet ist. Sie ist bedingt durch Fläche, Form und Anstellwinkel des Kiteprofils. So hat jeder Kite einen optimalen Windeinsatzbereich, der vom Hersteller angegeben wird. Man sollte bei sehr starkem Wind nicht mit sehr großen Kites auf das Wasser gehen. Je größer die Windstärke, desto kleiner die Kites.


Windfenster

Das Windfester ist der Flugbereich, der beim Kiten genutzt wird.

Waveboard

Boards die speziell für das Kiten in Wellen konstruiert wurden. Sie ähneln konvetionellen Surfboards sind jedoch etwas kleiner. Sie sind in der Mitte meist verstärkt, da sie beim kiten einer größeren Belastungen ausgesetzt sind als beim surfen in der Welle. Waveboards haben eine Richtung und müssen beim Wenden gedreht werden (Halse / Fußwechsel).


Wave

engl. für Welle


Wasserstart

Gestartet wird in einer gehockten Position mit Board an den Füßen und dem Po im Wasser. Durch den Powerdive, bei dem der Kite aus einer neutralen Position in die Powerzone gelenkt wird, lässt sich der Kiter durch die starke Zugkraft des Kites aus dem Wasser ziehen und fährt an.


Wakeboardbindung

Eine Bindung die fest auf dem Board aufgeschraubt ist. Sie ähnelt einem Stiefel. Dabei kann man zwischen Low Wrap und High Wrap Bindungen unterscheiden womit eine halbhohe und eine hohe Bindung gemeint ist.

Wakeboard

Ein Twintipboard mit einer speziellen Wakeboardbindung.


Waageleinen

siehe Bridles


Wakestyle

Wenn Kiter die verschiedenen Sprünge und Tricks, welche vom Wakeboarding bekannt sind, hinter den Kite bringen, dann wird dies Wakestyle genannt.


X


Y


Z


Zenit

Höchster Punkt am Windfensterrand.